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Schimmel in der Mietwohnung

Wieso entsteht Schimmel in der Wohnung?

Schimmel entsteht dort, wo sich zu viel Feuchtigkeit ansammelt und keine Trocknungsmöglichkeit vorhanden ist. Er ist daher häufig Folge eines Wasserschadens oder eines Rohrbruches. Aber auch eine ungünstige Lüftungssituation (z.B. ein Bad ohne Fenster) kann die Schimmelbildung herbeiführen. Sehr häufig liegt der Grund für die Schimmelbildung jedoch an baulichen Mängeln, der Mieter hat dann überhaupt keinen Einfluss auf die Entstehung.

Wichtig ist, dass jegliche Bildung von Schimmel in der Wohnung dem Vermieter sofort gemeldet werden muss. Findet keine zeitnahe Schadensmeldung statt, kann es unter Umständen zu Schadensersatzansprüchen des Vermieters kommen, da der Schimmel sich dann weiter ausbreiten konnte und der Vermieter keine Möglichkeit zur Beseitigung hatte.

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Berechtigt Schimmel in der Wohnung zu Mietminderung?

Grundsätzlich sind Feuchtigkeitserscheinungen in der Wohnung als Sachmangel und damit Grund für eine Mietminderung zu qualifizieren. Das gilt jedoch nicht, wenn die Schimmelbildung auf das Wohnverhalten des Mieters zurückzuführen ist, da z.B. nicht richtig gelüftet wurde. In einem solchen Fall kommt eine Reduzierung der Miete grundsätzlich nicht in Betracht. Möglich ist aber auch, dass der Schimmel aus einer Kombination von baulichen Mängeln und Lüftungsverhalten entstanden ist. Hier muss eine Teilanrechnung vorgenommen werden, sodass dem Mieter zwar eine Mietminderung zusteht, diese aber geringer ausfällt, da er ein Teilverschulden trägt.

Was versteht man unter „ordnungsgemäßem Lüften“?

Den Zimmern in einer Wohnung sollte regelmäßig frische Luft zugeführt werden. Beim Lüften ist wichtig, dass nicht von einem Zimmer in das andere Zimmer gelüftet wird, sondern frische Luft von außen hereingelassen wird. Am effektivsten ist dabei das sogenannte Stoßlüften. Das heißt, dass die Fenster nicht nur auf Kippstellung stehen sollen, sondern für eine kurze Zeit komplett geöffnet sind. Je kälter die Außentemperatur, desto kürzer muss gelüftet werden. Als Richtwert kann man folgende Angaben benutzen:

Monate

Lüftungsdauer pro Stoßlüftung

Dezember bis Februar

4-6 Minuten

März und November

6-10 Minuten

April und Oktober

10-15 Minuten

Mai und September

16-20 Minuten

Juni bis August

 20-30 Minuten

 

Nach dem Duschen, Baden oder Kochen muss zusätzlich gelüftet werden, da solche Vorgänge die Luft schneller verbrauchen und Feuchtigkeit entstehen lassen.

 

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