Fragen zur Berechnung einer Mietminderung

Es gibt keine gesetzlich festgelegte Höhe für Mietminderung. Stattdessen ist die Mietminderungshöhe abhängig von vielen unterschiedlichen Faktoren. Als Orientierungshilfe dienen die bereits ausgeurteilten Fälle zu Mietminderung.

Bei einer Mietminderung wird immer die Warmmiete als Berechnungsgrundlage genommen. Das beschloss der Bundesgerichtshof in einem Urteil aus dem Jahre 2005.

Die Warmmiete ist der Betrag, der monatlich an den Vermieter zu bezahlen ist. Zu den Betriebs- oder Nebenkosten zählen die anfallenden Kosten für das Haus bzw. Grundstück: Grundsteuer, Reinigungs- und Müllentsorgungskosten, Hausmeisterservice und Versicherungen, wie z. B. Gebäudeversicherung.

Die Höhe der Mietminderung wird taggenau berechnet.
Das bedeutet, dass Sie für jeden Tag, an dem der Mangel in der Wohnung besteht, entschädigt werden. Für Mängel, die über das Monatsende hinaus anhalten, wird am Monatsende eine Zwischenabrechnung erstellt. Die Endabrechnung erfolgt, sobald der Mangel als beseitigt angegeben wurde.

Wir von LAWIO orientieren uns bei der Berechnung der Höhe einer Mietminderung an einer Vielzahl von Faktoren. Als Grundlage ziehen wir aber immer bereits in der Vergangenheit geurteilte Gerichtsurteile heran. Diese gewichten wir nach unterschiedlichen Kriterien, z.B. der Relevanz, der Region und der Instanz des entsprechenden Urteils. So gelangen wir stets zu einer fundierten Einschätzung des betreffenden Falles.