Mietminderung bei Hitze

Die Sonne scheint, die Temperaturen steigen täglich – Hurra, der Sommer steht vor der Tür! Klar, ein Großteil der Menschen freut sich, wenn man den Tag bei mehr als 20 Grad Celsius im Park oder im Freibad genießen kann.

Mieter, deren Wohnung sich aufgrund der sommerlichen Temperaturen stark aufheizt, leiden oftmals unter den Auswirkungen der Hitze. Schließlich gleichen Innenraumtemperaturen von über 30 Grad Celsius fast schon einer Sauna. Doch kommt für eben jene Mieter – welche oftmals das Dachgeschoss bewohnen – eine Mietminderung in Frage?

Genau diese Frage wollen wir von LAWIO im folgenden Beitrag beantworten.

Mietminderung bei Hitze

Die Sonne scheint, die Temperaturen steigen täglich – Hurra, der Sommer steht vor der Tür! Klar, ein Großteil der Menschen freut sich, wenn man den Tag bei mehr als 20 Grad Celsius im Park oder im Freibad genießen kann.

Mieter, deren Wohnung sich aufgrund der sommerlichen Temperaturen stark aufheizt, leiden oftmals unter den Auswirkungen der Hitze. Schließlich gleichen Innenraumtemperaturen von über 30 Grad Celsius fast schon einer Sauna. Doch kommt für eben jene Mieter – welche oftmals das Dachgeschoss bewohnen – eine Mietminderung in Frage?

Genau diese Frage wollen wir von LAWIO im folgenden Beitrag beantworten.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Das Gesetz zur Mietminderung ist sehr eindeutig in Bezug auf Miet- und Sachmängeln. Grundsätzlich gilt: wenn die Qualität der Mietsache eingeschränkt ist, dann kann ein Anspruch auf Mietminderung bestehen. Der Paragraph 536 BGB zu Miet- und Sachmangeln deshalb hier im Wortlaut:

 

Laut § 536 Abs. 1 BGB muss die Wohnqualität durch den Mietmangel erheblich eingeschränkt sein, um einen Anspruch auf Mietminderung zu rechtfertigen. Ab wann ein Schaden als erheblich eingestuft werden kann ist gesetzlich nicht genau definiert und wird daher per Einzelfall entschieden.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Das Gesetz zur Mietminderung ist sehr eindeutig in Bezug auf Miet- und Sachmängeln. Grundsätzlich gilt: wenn die Qualität der Mietsache eingeschränkt ist, dann kann ein Anspruch auf Mietminderung bestehen. Der Paragraph 536 BGB zu Miet- und Sachmangeln deshalb hier im Wortlaut:

 

Wann ist eine Mietminderung wegen Hitze rechtlich möglich?

Um den eignen rechtlichen Mietminderungsanspruch zu prüfen, sollte der erste Blick auf den §536 BGB fallen. Dort definiert das Mietrecht, unter welchen Voraussetzungen eine Mietminderung des Mieters rechtswirksam ist.

Zum einen muss ein Mietmangel vorliegen, welcher die Gebrauchstauglichkeit der Mietwohnung „erheblich“ beeinträchtigt. Ob die Hitze einen Mietminderungsgrund darstellt, hängt diesbezüglich in der Regel mit der Raumtemperatur zusammen. Nicht jeder Temperaturanstieg im Sommer stellt einen Mietmangel dar und rechtfertigt somit eine Mietminderung. Wenn es für Mieter unerträglich heiß wird und sowohl Gesundheit als auch Wohnqualität unter der Wärme leiden, sollten Mieter ihre Rechte prüfen.

 

Doch ab welcher Temperatur darf man wegen Hitze die Miete mindern?

Ähnlich wie bei vielen anderen Mietmängeln gibt es auch bei der Mietminderung wegen Hitze in der Wohnung keine gesetzlichen Vorgaben, die vorschreiben, ab welcher Temperatur Mieter die Miete mindern können.

Sonderfall Dachgeschoss?
Von Freunden und Bekannten, die eine Dachgeschosswohnung bewohnen, weiß man, dass sich die sommerliche Hitze unter dem Dach anstaut. Physikalisch ist dieses Phänomen aufgrund der folgenden zwei Tatsachen wenig überraschend:

1) Die direkte Sonneneinstrahlung erhitzt Dachgeschosswohnungen mehr als Erdgeschosswohnungen

2) Warme Luft steigt nach oben und zieht von den unteren Etagen hoch bis ins Dachgeschoss

Daher sind Richtwerte für Temperaturen in Dachgeschosswohnungen in der Regel höher als beispielsweise für Erdgeschosswohnungen, da Mieter diesen Aspekt des Wärmeanstaus vor dem Einzug hätten berücksichtigen müssen.

Müssen Neubauwohnungen besonders vor Wärme geschützt sein?
Ein weiterer wichtiger Faktor ist das Baualter der Wohnung. So wie Mieter die besondere Situation in Dachgeschosswohnungen berücksichtigen müssen, dürfen sie auch von Wohnungen erwarten, dass der Wärmeschutz den Standards des jeweiligen Bauzeitraums entspricht.

Wie viel Miete darf bei Hitze in der Wohnung gemindert werden?

In all diesen individuellen Fällen entscheiden Gerichte, sofern es durch einen Streitfall zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung kommt, unter welchen Voraussetzung die Mietminderung rechtswirksam ist. Allerdings ermöglichen es vergangene Gerichtsurteile, sich an den Temperaturgrenzwerten und der Lage der Wohnungen für zulässige Mietminderungen zu orientieren.

Auch die Mietminderungshöhe wird gegebenenfalls je nach Einzelfall von den zuständigen Gerichten festgelegt.

Urteile zur Mietminderung bei Hitze

Ein Richtwert, der von Gerichten oftmals für die Beurteilung der Temperaturen herangezogen wird, ist die Wohlbefindlichkeitsschwelle von ca. 26 Grad Celsius, welche aus den Reglungen von Arbeitsstätten bekannt ist.

So urteilte beispielsweise das Amtsgericht Hamburg im Jahr 2006, dass ein Mietmangel wegen Hitze besteht, wenn sich die Wohnung auf deutlich mehr als 26 Grad Celsius aufheizt (Az. 46 C 108/04).

Den selben Richtwert von 26 Grad Celsius fand in der Urteilsfindung des Landgerichts Bielefeld (Az. 3 O 411/01)Berücksichtigung.

Die besondere Rolle von Dachgeschosswohnungen wurde mit dem Urteil des Amtsgerichts Leipzig (Az. 46 C 108/049) deutlich. Da Mieter im Dachgeschoss mit der Erhitzung der Mieträume im Sommer rechnen müssen, sah das Gericht eine Mietminderung erst ab einer Überschreitung der 30 Grad-Grenze als gerechtfertigt an.

Jalousien, Rollläden oder eine Klimaanlage: Der Vermieter entscheidet

Wie bereits erläutert, kann Hitze in der Wohnung unter gewissen Voraussetzungen den rechtlichen Sachverhalt eines Mietmangels erfüllen. Zudem sind Vermieter prinzipiell dazu verpflichtet, einen entsprechenden Wärmeschutz zu gewährleisten.

Die Art des Hitzeschutzes bestimmt allerdings der Vermieter. Daher können Mieter nicht explizit Rollläden, Markisen, Jalousien oder Klimaanlagen vom Vermieter fordern.

Wie können Mieter Hitze in der Wohnung nachweisen?

Um die unerträglichen Temperaturen im Sommer glaubwürdig nachweisen zu können, sollten Mieter ein Protokoll mit den Tageshöchsttemperaturen anlegen. Die Form des Protokolls kann tabellarisch – wie beim Lärmprotokoll für Lärmbelästigungen – erfolgen.

Wie wird das Wetter heute?

Um sich auf die Temperaturen der kommenden Tage optimal einstellen zu können, sind Wetterberichte elementar.

Einen halben Tag Urlaub einreichen? Lohnt sich nur wirklich, wenn man die freie Zeit in der Sonne verbringen kann und einem der Tag nicht durch Wolken vermiest wird.

Daher haben wir Ihnen die Wetterberichte von Wetter.com für folgende Städte herausgesucht.

Wie warm wird es heute in Berlin?

Wie warm wird es heute in Hamburg?

Wie warm wird es heute in Köln?

Wie warm wird es heute in München?