Mietminderung bei Schimmel in der Wohnung

Jede Form von Schimmelbildung in den eigenen vier Wänden ist für Mieter eine unangenehme Situation. Bei zu hoher Luftfeuchtigkeit kann sich Schimmel im Wohnzimmer, Bad und in der Küche bilden. Falls gewisse Voraussetzungen gegeben sind, können Mieter jedoch einen Anspruch auf Mietminderung bei Schimmel besitzen.

Mietminderung bei Schimmel in der Wohnung

Jede Form von Schimmelbildung in den eigenen vier Wänden ist für Mieter eine unangenehme Situation. Bei zu hoher Luftfeuchtigkeit kann sich Schimmel im Wohnzimmer, Bad und in der Küche bilden. Falls gewisse Voraussetzungen gegeben sind, können Mieter jedoch einen Anspruch auf Mietminderung bei Schimmel besitzen.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Das Gesetz zur Mietminderung ist sehr eindeutig in Bezug auf Miet- und Sachmängeln. Grundsätzlich gilt: wenn die Qualität der Mietsache eingeschränkt ist, dann kann ein Anspruch auf Mietminderung bestehen. Der Paragraph 536 BGB zu Miet- und Sachmangeln deshalb hier im Wortlaut:

 

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Das Gesetz zur Mietminderung ist sehr eindeutig in Bezug auf Miet- und Sachmängeln. Grundsätzlich gilt: wenn die Qualität der Mietsache eingeschränkt ist, dann kann ein Anspruch auf Mietminderung bestehen. Der Paragraph 536 BGB zu Miet- und Sachmangeln deshalb hier im Wortlaut:

Miete mindern bei Schimmel: Häufige Ursachen

In etwa jede zweite Schimmelbildung in der Wohnung ist auf baulich bedingte Mängel zurückzuführen. Schimmel kann durch die folgenden Baumängel entstehen:

Mietminderung bei Schimmelbefall aufgrund von Feuchtigkeit

Schimmelsporen lieben es warm und feucht. Temperaturen ab etwa 10°C finden Schimmelsporen gemütlich und lassen sich gerne nieder. In Wohnräumen sind Temperaturen über 10°C üblich. Wenn dann noch eine hohe Luftfeuchtigkeit im Raum herrscht, fühlt sich Schimmel besonders wohl. Sammelt sich in der Wohnung oder auch nur einem bestimmten Raum zu viel Feuchtigkeit an und kann diese nicht mehr trocknen, besteht Schimmelgefahr. Die Ursache für Schimmelbildung in der Wohnung kann eine Folge von Wasserschäden oder Rohrbrüchen in Wänden, Decken und Böden sein. Auch bei einer unzureichenden Dämmung kann es dazu kommen, dass Feuchtigkeit in die Wände zieht. Sind Dach oder Mauerwerk undicht, kann dies ebenfalls zu Problemen mit Schimmel führen.

Schimmelpilze wachsen auf organischen Stoffen wie Holz, Dämmmaterialien und Zellulose. Auch Schmutz und Staub kann von Schimmelpilzen als Nährboden genutzt werden. In fast jeder Wohnung finden sich solche Materialien. Häufig entsteht Schimmel in Räumen, in denen allein durch die zweckmäßige Nutzung eine hohe Luftfeuchtigkeit herrscht. Dazu gehören das Badezimmer und die Küche. Schimmel macht allerdings auch vor Schlaf-, Kinder- und Wohnzimmern nicht halt. Nicht immer liegt die Ursache für Schimmel in einem baulichen Mangel. Auch falsches Lüftungsverhalten durch den Mieter kann das Schimmelproblem verursachen. Um zu entscheiden, ob eine Mietminderung bei Schimmel möglich ist, muss daher nach der Ursache geforscht werden.

    Feuchtigkeit aufgrund eines undichten Fensters

    Feuchte Wände durch ein undichtes Dach

   Unzureichende Dämmung

   Neubaufeuchte

   Starke Wandisolierung / Fensterisolierung

   Fehlende Abdichtungen

   Ein Rohrbruch /- schaden der zum Wasserschaden führt

Schimmelbefall aufgrund eines Wasserschadens

Feuchtigkeit ist der häufigste Ursache für Schimmel in der Wohnung. Doch warum wird die Bausubstanz so feucht, dass sie mittel- bis langfristig Schimmelbefall begünstigt?

Ein Grund sind beispielsweise Wasserschäden, die die Bausubstanz in Mehrfamilienhäusern beschädigen. Undichte Rohre sind die Fehlerquelle, die es dem Wasser ermöglicht ins Mauerwerk zu gelangen.

Miete mindern bei Schimmel: Häufige Ursachen

In etwa jede zweite Schimmelbildung in der Wohnung ist auf baulich bedingte Mängel zurückzuführen. Schimmel kann durch die folgenden Baumängel entstehen:

    Feuchte Wände durch ein undichtes Dach

   Unzureichende Dämmung

    Feuchtigkeit aufgrund eines undichten
           Fensteren

   Neubaufeuchte

   Starke Wandisolierung / Fensterisolierung

   Fehlende Abdichtungen

   Ein Rohrbruch /- schaden der zum Wasserschaden führt

Mietminderung bei Schimmelbefall aufgrund von Feuchtigkeit

Schimmelsporen lieben es warm und feucht. Temperaturen ab etwa 10°C finden Schimmelsporen gemütlich und lassen sich gerne nieder. In Wohnräumen sind Temperaturen über 10°C üblich. Wenn dann noch eine hohe Luftfeuchtigkeit im Raum herrscht, fühlt sich Schimmel besonders wohl. Sammelt sich in der Wohnung oder auch nur einem bestimmten Raum zu viel Feuchtigkeit an und kann diese nicht mehr trocknen, besteht Schimmelgefahr. Die Ursache für Schimmelbildung in der Wohnung kann eine Folge von Wasserschäden oder Rohrbrüchen in Wänden, Decken und Böden sein. Auch bei einer unzureichenden Dämmung kann es dazu kommen, dass Feuchtigkeit in die Wände zieht. Sind Dach oder Mauerwerk undicht, kann dies ebenfalls zu Problemen mit Schimmel führen.

Schimmelpilze wachsen auf organischen Stoffen wie Holz, Dämmmaterialien und Zellulose. Auch Schmutz und Staub kann von Schimmelpilzen als Nährboden genutzt werden. In fast jeder Wohnung finden sich solche Materialien. Häufig entsteht Schimmel in Räumen, in denen allein durch die zweckmäßige Nutzung eine hohe Luftfeuchtigkeit herrscht. Dazu gehören das Badezimmer und die Küche. Schimmel macht allerdings auch vor Schlaf-, Kinder- und Wohnzimmern nicht halt. Nicht immer liegt die Ursache für Schimmel in einem baulichen Mangel. Auch falsches Lüftungsverhalten durch den Mieter kann das Schimmelproblem verursachen. Um zu entscheiden, ob eine Mietminderung bei Schimmel möglich ist, muss daher nach der Ursache geforscht werden.

Schimmelbefall aufgrund eines Wasserschadens

Feuchtigkeit ist der häufigste Ursache für Schimmel in der Wohnung. Doch warum wird die Bausubstanz so feucht, dass sie mittel- bis langfristig Schimmelbefall begünstigt?

Ein Grund sind beispielsweise Wasserschäden, die die Bausubstanz in Mehrfamilienhäusern beschädigen. Undichte Rohre sind die Fehlerquelle, die es dem Wasser ermöglicht ins Mauerwerk zu gelangen.

Berechtigt Schimmel in der Wohnung zur Mietminderung?

Grundsätzlich sind Feuchtigkeitserscheinungen in der Wohnung als Sachmangel und damit als Grund für eine Mietminderung zu qualifizieren. Das gilt jedoch nicht, wenn die Schimmelbildung auf das Wohnverhalten des Mieters zurückzuführen ist, da z.B. nicht richtig gelüftet wurde. In einem solchen Fall kommt eine Reduzierung der Miete grundsätzlich nicht in Betracht. Möglich ist aber auch, dass der Schimmel aus einer Kombination von baulichen Mängeln und Lüftungsverhalten entstanden ist. Hier muss eine Teilanrechnung vorgenommen werden, sodass dem Mieter zwar eine Mietminderung zusteht, diese aber geringer ausfällt, da er ein Teilverschulden trägt.

Wann führt ein Schimmelbefall nicht zur Mietminderung?

Der Schaden ist unerheblich

Nach § 536 Abs. 1 BGB muss der Schaden erheblich sein – dies ist gesetzlich nicht klar definiert und wird im Einzelfall entschieden

Schlechtes Lüftungsverhalten / Heizverhalten des Mieters

Wohnungen in denen sich eine hohe Luftfeuchtigkeit in dem Wohnzimmer, Küche und Bad stauen, werden oftmals falsch gelüftet und beheizt. Da der Nährboden für die Schimmelbildung – die hohe Luftfeuchtigkeit – vom Mieter verursacht worden, besteht kein Anspruch auf Mietminderung

Schlechte Positionierung der Möbel

Mieter müssen darauf achten, dass sich ihre Möbelstücke nicht direkt an der Wand befinden. Falls doch, kann es durch die mangelhafte Luftzufuhr zwischen Wand und Möbeln zur Bildung von Tauwasser kommen. Auch in diesem Beispiel wäre der Schimmel aufgrund des Tauwassers eine Verschuldung des Mieters und würde zu keiner Mietminderung führen.

 
Was versteht man unter „ordnungsgemäßem Lüften“?
Den Zimmern in einer Wohnung sollte regelmäßig frische Luft zugeführt werden. Beim Lüften ist wichtig, dass nicht von einem Zimmer in das andere Zimmer gelüftet wird, sondern frische Luft von außen hereingelassen wird. Am effektivsten ist dabei das sogenannte Stoßlüften. Das heißt, dass die Fenster nicht nur auf Kippstellung stehen sollen, sondern für eine kurze Zeit komplett geöffnet sind. Je kälter die Außentemperatur, desto kürzer muss gelüftet werden. Als Richtwert kann man folgende Angaben benutzen:

wie-lueften1

Nach dem Duschen, Baden oder Kochen muss zusätzlich gelüftet werden, da solche Vorgänge die Luft schneller verbrauchen und Feuchtigkeit entstehen lassen. Weitere Infos zum richtigen Heizen und Lüften finden Sie in unserem neuen Blog-Artikel: Richtig heizen und lüften zur kalten Jahreszeit.

 

Wann führt ein Schimmelbefall nicht zur Mietminderung?

Der Schaden ist unerheblich

Nach § 536 Abs. 1 BGB muss der Schaden erheblich sein – dies ist gesetzlich nicht klar definiert und wird im Einzelfall entschieden

Schlechtes Lüftungsverhalten / Heizverhalten des Mieters

Wohnungen in denen sich eine hohe Luftfeuchtigkeit in dem Wohnzimmer, Küche und Bad stauen, werden oftmals falsch gelüftet und beheizt. Da der Nährboden für die Schimmelbildung – die hohe Luftfeuchtigkeit – vom Mieter verursacht worden, besteht kein Anspruch auf Mietminderung

Schlechte Positionierung der Möbel

Mieter müssen darauf achten, dass sich ihre Möbelstücke nicht direkt an der Wand befinden. Falls doch, kann es durch die mangelhafte Luftzufuhr zwischen Wand und Möbeln zur Bildung von Tauwasser kommen. Auch in diesem Beispiel wäre der Schimmel aufgrund des Tauwassers eine Verschuldung des Mieters und würde zu keiner Mietminderung führen.

 
Was versteht man unter „ordnungsgemäßem Lüften“?
Den Zimmern in einer Wohnung sollte regelmäßig frische Luft zugeführt werden. Beim Lüften ist wichtig, dass nicht von einem Zimmer in das andere Zimmer gelüftet wird, sondern frische Luft von außen hereingelassen wird. Am effektivsten ist dabei das sogenannte Stoßlüften. Das heißt, dass die Fenster nicht nur auf Kippstellung stehen sollen, sondern für eine kurze Zeit komplett geöffnet sind. Je kälter die Außentemperatur, desto kürzer muss gelüftet werden. Als Richtwert kann man folgende Angaben benutzen:

wie-lueften1

Nach dem Duschen, Baden oder Kochen muss zusätzlich gelüftet werden, da solche Vorgänge die Luft schneller verbrauchen und Feuchtigkeit entstehen lassen. Weitere Infos zum richtigen Heizen und Lüften finden Sie in unserem neuen Blog-Artikel: Richtig heizen und lüften zur kalten Jahreszeit.

Wann führt ein Schimmelbefall nicht zur Mietminderung?

Der Schaden ist unerheblich

Nach § 536 Abs. 1 BGB muss der Schaden erheblich sein – dies ist gesetzlich nicht klar definiert und wird im Einzelfall entschieden

Schlechtes Lüftungsverhalten / Heizverhalten des Mieters

Wohnungen in denen sich eine hohe Luftfeuchtigkeit in dem Wohnzimmer, Küche und Bad stauen, werden oftmals falsch gelüftet und beheizt. Da der Nährboden für die Schimmelbildung – die hohe Luftfeuchtigkeit – vom Mieter verursacht worden, besteht kein Anspruch auf Mietminderung

Schlechte Positionierung der Möbel

Mieter müssen darauf achten, dass sich ihre Möbelstücke nicht direkt an der Wand befinden. Falls doch, kann es durch die mangelhafte Luftzufuhr zwischen Wand und Möbeln zur Bildung von Tauwasser kommen. Auch in diesem Beispiel wäre der Schimmel aufgrund des Tauwassers eine Verschuldung des Mieters und würde zu keiner Mietminderung führen.

 
Was versteht man unter „ordnungsgemäßem Lüften“?
Den Zimmern in einer Wohnung sollte regelmäßig frische Luft zugeführt werden. Beim Lüften ist wichtig, dass nicht von einem Zimmer in das andere Zimmer gelüftet wird, sondern frische Luft von außen hereingelassen wird. Am effektivsten ist dabei das sogenannte Stoßlüften. Das heißt, dass die Fenster nicht nur auf Kippstellung stehen sollen, sondern für eine kurze Zeit komplett geöffnet sind. Je kälter die Außentemperatur, desto kürzer muss gelüftet werden. Als Richtwert kann man folgende Angaben benutzen:

wie-lueften1

Nach dem Duschen, Baden oder Kochen muss zusätzlich gelüftet werden, da solche Vorgänge die Luft schneller verbrauchen und Feuchtigkeit entstehen lassen. Weitere Infos zum richtigen Heizen und Lüften finden Sie in unserem neuen Blog-Artikel: Richtig heizen und lüften zur kalten Jahreszeit.

Welche Rechte haben Mieter, wenn es in der Wohnung schimmelt?

Schimmelt es in der Mietwohnung, hat der Bewohner einen Anspruch auf Mangelbeseitigung, sofern er das Auftreten des Schimmels nicht selbst verursacht hat. Der Vermieter bzw. die Hausverwaltung muss sich also dann um die Beseitigung des Schimmels kümmern. Art und Weise der Beseitigung des Schimmelpilzes ist dabei zunächst dem Vermieter überlassen.

Außerdem können Mieter einen Anspruch auf Mietminderung geltend machen, wenn trotz rechtzeitiger Schadensanzeige der unverschuldete Schimmel nicht beseitigt wird. Die Mietminderung bei Schimmelbefall soll zum einen der geminderten Wohnqualität Rechnung tragen und zum anderen eine Art „Druckmittel“ für die schnelle Beseitigung des Schimmels sein.

Kommt es trotz Aufforderung zur Schimmelbeseitigung und gegebenenfalls angekündigten bzw. durchgesetzten Mietminderungen nicht zu einer Schadensbeseitigung und muss der Mieter deshalb selbst eine Schimmelbeseitigung vornehmen, steht ihm außerdem ein Aufwendungsersatz zu.