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„Balkone dürfen nur zu einem Viertel in die Flächenberechnung des Mietvertrags einfließen.“

Hintergrund war ein Rechtsstreit, der nun vor dem Bundesgerichtshof entschieden wurde. Ein Mieter hatte gegen eine Mieterhöhung geklagt, denn er konnte nachweisen, dass die Gesamtfläche der Wohnung mehr als 10% kleiner war, als im Mietvertrag angegeben. Grund dafür war die falsche Flächenberechnung des Balkons durch die Vermieterin. Die Fläche des Balkons wurde mit der Hälfte im Mietvertrag angegeben, darf aber nur zu einem Viertel in die Flächenberechnung einfließen.

Die Wohnfläche einer Wohnung darf grundsätzlich nur anhand der Bestimmungen berechnet werden, die bei Abschluss des Mietvertrags gültig waren. Dies war die Wohnflächenverordnung, die zum 1. Januar 2004 in Kraft getreten ist. Für Mietverträge die bis Ende 2003 abgeschlossen wurden, gilt weiterhin die 2. Berechnungsverordnung von Wohnflächen, die eine Anrechnung der Balkonfläche zur Hälfte vorsieht. Die Vermieterin hatte sich bei der Berechnung auf die „örtliche Verkehrssitte“ bezogen, der BGH konnte dies aber nicht bestätigen und sah die Berechnung deshalb als falsch an. Sie haben festgestellt, dass Ihre Wohnfläche von der im Mietvertrag angegeben Wohnfläche abweicht? Dann prüfen Sie noch heute Ihren Anspruch auf Mietminderung:

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