Warmwasser in der Wohnung

Wer feststellt, dass kein warmes Wasser aus den Wasserhähnen im eignen Zuhause fließt, ärgert sich selbstverständlich. Kalt duschen mag vielleicht gesund sein und macht wach, unfreiwillig stellt jedoch kaum jemand gerne die Dusche kalt. Bei gekoppelten Systemen kann es sogar passieren, dass neben der niedrigen Wassertemperatur auch noch die Heizung kaputt ist. Doch was muss in Mietwohnungen und Mietshäusern beachtet werden, wenn kein Warmwasser fließt, wie soll man den Warmwasserausfall melden und welche Rechte stehen dem Mieter zu, wenn das Wasser kalt bleibt? Diese und weitere Fragen beantworten wir in diesem Beitrag.

Warmwasser in der Wohnung

Wer feststellt, dass kein warmes Wasser aus den Wasserhähnen im eignen Zuhause fließt, ärgert sich selbstverständlich. Kalt duschen mag vielleicht gesund sein und macht wach, unfreiwillig stellt jedoch kaum jemand gerne die Dusche kalt. Bei gekoppelten Systemen kann es sogar passieren, dass neben der niedrigen Wassertemperatur auch noch die Heizung kaputt ist. Doch was muss in Mietwohnungen und Mietshäusern beachtet werden, wenn kein Warmwasser fließt, wie soll man den Warmwasserausfall melden und welche Rechte stehen dem Mieter zu, wenn das Wasser kalt bleibt? Diese und weitere Fragen beantworten wir in diesem Beitrag.

Schnellübersicht

Definition Warmwasser

Unter dem Begriff Warmwasser versteht man erwärmtes Trinkwasser aus dem Wasserhahn oder Brauchwasser in den Heizungsanlagen, welches eine Temperatur von 30 bis 60 Grad Celsius aufweist.

Wie wird Warmwasser in der Wohnung aufbereitet?

Die Versorgung mit warmen Wasser aus der Leitung ist für uns heutzutage selbstverständlich – umso störender empfinden es Mieter, wenn die Warmwasseraufbereitung ausfällt. Immerhin werden in deutschen Haushalten zwischen 50 und 70 Litern Warmwasser am Tag verbraucht. Doch wie wird das Warmwasser in Mietwohnungen aufbereitet? Und welche Rolle spielt die jeweilige Energieerzeugung? Auf diese Fragen gehen wir in dem folgenden Absatz ein.

Was unterscheidet zentrale oder dezentrale Warmwasseraufbereitungen?

Die Aufgabe von Warmwassergeräten ist es, Trinkwasser für den Gebrauch im Haus zu erwärmen. Schließlich wollen die wenigsten Mieter ausschließlich kalt duschen oder spülen. Nun stellt sich aufgrund der architektonischen Gegebenheiten die Frage, wo im Gebäude die Warmwasseraufbereitung durchgeführt werden soll. Allgemein lässt sich die Wasserversorgung in zentrale und dezentrale Wasseraufbereitungssysteme gliedern.

Wird warmes Wasser in einer zentralen Heizanlage des Gebäudes aufbereitet, dann handelt es sich um eine zentrale Warmwasseraufbereitung. Das Wasser wird dann vom beheizten Speicher über das Leitungssystem zu den Entnahmestellen befördert.

Dezentrale Warmwasserbereiter sind hingegen in der unmittelbaren Umgebung der Entnahmestelle installiert. Das Leitungssystem des Gebäudes transportiert zunächst nur kaltes Wasser durch die Rohe, bis es dann dezentral in der Wohnung erwärmt wird. Dezentrale Warmwasserbereiter werden zum größten Teil elektrisch betrieben und können die Stromkosten bei regelmäßiger Nutzung in die Höhe treiben.

Warmwasseraufbereitung durch Verbrennung

Die am weitesten verbreiteten Arten der Warmwasseraufbereitung basieren auf der Verbrennung von Brennstoffen, wie Gas, Öl, Pellets oder Kohle statt. Da die Heizkessel meist zentral im Mietobjekt durch den Gebäudeeigentümer installiert wurden, haben Mieter keinen Einfluss auf die Wahl des Energieträgers. Sofern Mieter Wert auf eine umweltfreundliche Warmwasseraufbereitung legen, sollten sie sich im Vorfeld eines Wohnungswechsel bei dem Vermieter informieren.

Warmwasser durch Strom

Die Bereitstellung von warmen Wasser durch Strom kann in Mietobjekten sowohl zentral als auch dezentral erfolgen. Bei einer zentralen Warmwasseraufbereitung wird das Wasser in einem elektrischen Speicher gesammelt und von dort zu den jeweiligen Entnahmestellen transportiert.

Elektroboiler oder elektrische Durchlauferhitzer stellen hingegen dezentrale Warmwasseraufbereiter da. Diese Warmwassergeräte erzeugen das notwendige Warmwasser unmittelbar am Einsatzort, beispielsweise an der Spüle oder dem Waschbecken im Bad.

Was ist der Unterschied zwischen einem Elektroboiler und einem Durchlauferhitzer?

Elektroboiler:

  • Warmwasser auf Vorrat
  • Sofortige Versorgung mit Warmwasser
  • Benötigt Bereitstellungsenergie

 

Durchlauferhitzer:

  • Warmwasser bei Bedarf
  • Benötigt Anlaufzeit bis warmes Wasser fließt
  • Keine Bereitstellungsenergie notwendig

Im deutschen Sprachgebrauch werden die Begriffe (Elektro-)Boiler und Durchlauferhitzer häufig synonym verwendet. Allerdings handelt es sich nicht um das gleiche Warmwassergerät. Ein Elektroboiler ist ein kleiner oder mittelgroßer Warmwasserspeicher, der ein gewisses Volumen an warmen Wasser in seinem Tank vorrätig hat und elektrisch auf einer konstanten Temperatur gehalten wird. In Mietwohnungen sind die Elektroboiler häufig im Hauswirtschaftsraum oder dem Bad installiert.

Durchlauferhitzer erzeugen, im Gegensatz zum Elektroboiler, Warmwasser nur bei Gebrauch durch die Mieter, da sie keinen Warmwasserspeicher besitzen. In der Konsequenz dauert es einen Moment, bis das Wasser die gewünschte Temperatur erreicht.

Kostenvergleich von Elektroboilern und Durchlauferhitzern

Beim Kostenvergleich zwischen Elektroboilern und Durchlauferhitzern müssen mehrere Kriterien berücksichtigt werden. Im Vorfeld der Vermietung können anfallende Anschaffungskosten für den Vermieter einen entscheidenden Faktor für die Wahl der Warmwasseraufbereitung bilden. Während Durchlauferhitzer in der Anschaffung zwischen 100 und 300 Euro kosten, können Elektroboiler das Budget um 100 bis 1000 Euro einschränken. Mieter haben zwar keinen Einfluss auf die Entscheidungsfindung des Vermieters, sollten sich dennoch vor einem Wohnungswechsel über die Warmwasserversorgung informieren.

In dem Kontext sollten Mieter zudem einen Überblick über ihren durchschnittlichen Warmwasserverbrauch haben. Bei einem niedrigen Warmwasserverbrauch sind Durchlauferhitzer sparsamer, da kein Warmwasser in einem Speicher auf Temperatur gehalten werden muss. Dies ist nämlich bei Elektroboilern der Fall. Mieter mit einem hohen Warmwasserverbrauch sollten Durchlauferhitzer vermeiden, da diese ansonsten hohe Stromrechnungen verursachen.

Welche Rechte haben Mieter bei der Warmwasserversorgung ihrer Wohnung?

Eine kalte Dusche kann im Sommer die Lebensgeister wecken, allerdings sollten Mieter selbst entscheiden, wann sie auf warmes Wasser verzichten wollen. Auch rechtlich stellt die Warmwasserversorgung einen Faktor der Wohnqualität dar. Falls der Vermieter die Warmwasserversorgung hingegen nicht gewährleisten kann, so spricht man von einem Mietmangel. Sofern der entstandene Warmwasserausfall als erheblich eingestuft werden kann, berechtigt dieser Umstand die Prüfung einer Mietminderung. Ob ein erheblicher Schaden vorliegt, variiert von Fall zu Fall, allerdings bieten vergangene Rechtsprechungen Möglichkeiten zur Orientierung.

Das Amtsgericht Köln hat sich mit einem Fall beschäftigt, bei dem der Mieter darüber klagte, dass in den Nachtstunden lediglich kaltes Wasser zur Verfügung steht. Da die Söhne des Mieters morgens um 4:00 bzw. 5:00 Uhr aufstehen mussten, betraf sie die Einschränkung des Warmwassers direkt und eine warme Dusche am Morgen war nicht möglich. Im Mietvertrag befand sich eine Klausel, die besagte, dass die Zentral-Warmwasserversorgung von 7:00 bis 22:00 Uhr sachgerecht in Betrieb gehalten werde. Der Mieter hielt diese Klausel für unwirksam. Das Amtsgericht Köln bestätigte, dass der Vermieter dazu verpflichtet ist, die Warmwasserversorgung rund um die Uhr zu gewährleisten und bei der Temperatur des Wassers stets zwischen 40 bis 50 Grad erreicht werden müssen.

In einem anderen Fall ging es vor dem Amtsgericht München darum, dass eine Familie in ihrer Mietwohnung kein warmes Wasser hatte, da der Boiler defekt war. Das Gericht betonte in diesem Fall, dass durch das Fehlen des Warmwassers eine Benutzbarkeit der Dusche bzw. Badewanne fast komplett unmöglich sei. Weiter betont es, dass auch in den Sommermonaten gewöhnlicherweise warm geduscht wird, weswegen hier nicht zwingend von einer geringeren Beeinträchtigung als im Winter auszugehen ist.

Das Landgericht Berlin urteilte in einem Fall eines defekten Durchlauferhitzers zu Gunsten der Mieter. Der Mangel bestand hierbei darin, dass das warme Wasser erst nach einer sehr langen Vorlaufzeit eine angenehme Temperatur erreicht hatte.

 

Wie vorgehen, wenn die Warmwasserversorgung ausfällt?

Wie bei jedem Mietmangel ist es wichtig, dass der Vermieter darüber informiert wird. In manchen Mietshäusern sind für die Entgegennahme solcher Schadensmeldungen Hausmeister oder Hausverwaltungen zuständig. Am besten informieren Sie die zuständige Stelle schnellstmöglich, sodass der Vermieter die Behebung des Mangels schnellstmöglich in Auftrag geben kann. Für die Geltendmachung von Mietminderungsansprüchen empfiehlt es sich, die Meldung nicht nur telefonisch abzusetzen, sondern ebenfalls schriftlich, z.B. per E-Mail zu senden. So kann der Zeitpunkt der Meldung im Nachhinein noch nachgewiesen werden.

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Warmwasserausfall am Wochenende - Notdienst anrufen?

Den Zeitpunkt, wann kein warmes Wasser aus den Wasserhähnen kommt, können wir uns leider nicht aussuchen. Nicht selten passiert es also, dass das Wasser am Wochenende oder zu Nachtzeiten kalt bleib. Ein Anruf bei der Hausverwaltung bleibt dann meist unbeantwortet. Doch wie schafft man in einem solchen Fall schnellstmögliche Abhilfe? Viele Miethäuser haben für solche Fälle Notdienste, die in solchen Fällen rund um die Uhr zu erreichen sind. Informieren Sie sich über die Vorgehensweise in Ihrem Haus, häufig hängen solche Notrufnummer in den Fluren oder in Glaskästen aus.

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