Fehlerhafte Betriebskostenabrechnung

Fehler in der Betriebskostenabrechnung

Fehlerhafte Nebenkostenabrechnung: Was soll ich nun tun?

Einmal im Jahr schneit die Nebenkostenabrechnung ins Haus – was nur selten für Freude sorgt. In nicht wenigen Fällen ist das Dokument nicht korrekt ausgestellt. Doch was genau sollte bei Fehlern in der Betriebskostenabrechnung getan werden? Welche rechtlichen Schritte stehen Mieterinnen und Mietern, die Unstimmigkeiten in der Abrechnung bemerkt haben, offen?

Die häufigsten Fehler in der Nebenkostenabrechnung

Bestimmte Fehler tauchen in Nebenkostenabrechnungen immer wieder auf. Besonders häufig ist etwa das Überschreiten der Frist für die Zustellung der Abrechnung. Neben diesem formellen gibt es jedoch auch einige inhaltliche Fehler, über die Mieterinnen und Mieter sich immer wieder beklagen. Besonders ärgerlich und zugleich besonders gängig ist dabei die Umlegung von nicht umlegbaren Nebenkosten. So finden sich in Betriebskostenabrechnungen etwa Reparatur- oder Instandhaltungskosten, die eigentlich nicht auf den Mieter bzw. die Mieterin umgelegt werden dürfen. Weiterhin häufig zu beobachten sind Berechnungsfehler bei der Gesamtkostenberechnung, fehlende Verteilerschlüssel oder Abweichungen von den im Vertrag vereinbarten Regelungen.

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Formale und inhaltliche Fehler in der Abrechnung

Grundsätzlich muss zwischen formalen und inhaltlichen Fehlern in der Nebenkostenabrechnung unterschieden werden. Der beliebteste formale Fehler wurde bereits benannt: Etliche Vermieterinnen und Vermieter lassen die gesetzliche Frist für die Zustellung der Abrechnung verstreichen. Gesetzlich festgelegt ist, dass jede Nebenkostenabrechnung spätestens zwölf Monate nach Ende des Abrechnungszeitraums eingehen muss. Ebenfalls häufig sind fehlerhafte Angaben des Abrechnungszeitraums. Dieser Zeitraum muss exakt zwölf Monate umfassen. Stellen Sie derartige Fehler in Ihrer Abrechnung fest, ist die formelle Form betroffen, nicht aber der Inhalt. Weitere formelle Fehler bestehen etwa in einer nicht nachvollziehbaren Aufstellung oder offensichtlichen Rechen- oder Schreibfehlern.

Eine inhaltlich fehlerhafte Betriebskostenabrechnung liegt vor, wenn die präsentierten Daten nicht korrekt sind. Das ist etwa der Fall, wenn Beträge zu hoch oder zu niedrig ausfallen, Abweichungen zu den Vereinbarungen im Mietvertrag bestehen oder Kosten umgelegt werden sollen, deren Umlegung ausgeschlossen ist. Diese inhaltlichen Fehler sind für Mieterinnen und Mieter meist weitaus ärgerlicher als formelle, da es hier um bares Geld geht.

Wie sollte ich mich bei einer fehlerhaften Nebenkostenabrechnung verhalten?

Stellen Sie fest, dass Ihre Betriebskostenabrechnung fehlerhaft ist, sollten Sie zunächst überprüfen, welche Art von Fehler vorliegt. In manchen Fällen profitieren Sie von Fehlern, die der Vermieter oder die Vermieterin gemacht hat. Wird etwa die gesetzliche Frist überschritten, sind Sie nicht mehr zu etwaigen Nachzahlungen verpflichtet – Guthaben können Sie sich dennoch auszahlen lassen. In anderen Fällen gehen die Fehler zu Ihren Lasten. Das ist vor allem bei der Umlegung nicht umlegbarer Nebenkosten der Fall.

Es empfiehlt sich, alle Fehler genauestens zu dokumentieren und den Vermieter oder die Vermieterin zu kontaktieren. Nicht jeder Fehler wurde absichtlich begangen und in einigen Fällen ist die andere Vertragspartei sofort zu einer Korrektur der fehlerhaften Abrechnung bereit.

Ist der Vermieter bzw. die Vermieterin nicht zu einer Korrektur bereit, sollten Sie Widerspruch einlegen. Auf der juristisch sicheren Seite stehen Sie, wenn Sie etwaige Forderungen zunächst begleichen, jedoch schriftlich mitteilen, dass die Zahlung unter Vorbehalt erfolgt und ein Widerspruch folgen wird.

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Welche Widerspruchsfristen sind einzuhalten?

Für einen Widerspruch gegen eine fehlerhafte Abrechnung der Betriebskosten haben Sie zwölf Monate Zeit. Der fristgerechte Widerspruch sollte von einer Begründung begleitet werden. Bei inhaltlichen Fehlern wie der Umlegung nicht umlegbarer Betriebskosten ist eine gesonderte Klage nötig.