So tricksen Vermieter bei der Betriebskostenabrechnung

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Betriebskostenabrechnung

So tricksen Vermieter bei der Betriebskostenabrechnung – 4 Tipps, wie Sie sich dagegen wehren können

Zu geringes Guthaben, horrende Nachzahlungen, abgewälzte Reparaturen: Mit zahlreichen Tricks versuchen Vermieter bei der Nebenkostenabrechnung Geld zu sparen – und zwar auf Kosten ihrer Mieter. Vier Tricks, mit denen die Vermieter die Betriebskostenabrechnung manipulieren; wie Sie sich dagegen wehren können und was der LAWIO-Mietschutz damit zu tun hat.

1. Niedrige Nebenkosten, hohe Nachzahlung

Eine neue Wohnung ist in Aussicht, die Konditionen sind perfekt – nicht zuletzt, weil die Nebenkosten angenehm niedrig angesetzt sind. Das böse Erwachen folgt dann bei der Abrechnung: Wer am Ende mehrere Hundert Euro nachzahlen muss, fällt aus allen Wolken. Das Problem: Vermieter geben heute fast immer die Nettomiete an – die Nebenkosten werden dann „nach Verbrauch“ berechnet. Zulässig ist dieses Prozedere allerdings nur für die Heizkosten – die Aufwendungen für Müll, Grundsteuer und Co. sind dagegen für alle Parteien des Hauses gleich hoch und sollten dem Vermieter bekannt sein. Mit absichtlich zu niedrig angesetzten Abschlägen lassen sich dann später viel zu hohe Nachforderungen stellen.

Die gute Nachricht: Sie können sich wehren. Viele Städte bieten neben einem Mietspiegel auch eine Betriebskostenübersicht; dort finden Sie die durchschnittliche Höhe der Nebenkosten auf den Quadratmeter gerechnet. Zudem können Sie sich beim Vormieter oder Nachbarn erkundigen. Konfrontieren Sie den Vermieter mit ihren Erkenntnissen und verlangen Sie eine korrigierte Abrechnung – das ist auch rückwirkend ohne weiteres möglich. Die Expertinnen und Experten vom LAWIO-Mietschutz greifen Ihnen dabei gerne unter die Arme.

2. Guthaben wird zwar erstattet – aber zu wenig

Das andere Extrem ist ein zu hoher Abschlag. Wer zu viel bezahlt, bekommt bei der Betriebskostenabrechnung etwas zurück. Eigentlich ein Grund zur Freude. Doch Vorsicht: Oftmals nutzen Vermieter diese Gelegenheit, um Ihnen Geld vorzuenthalten. Der Trick dahinter ist psychologischer Natur – Sie bekommen schließlich etwas, warum sollten Sie das hinterfragen?

Doch wen Zweifel plagen, der sollte handeln. Sprechen Sie Ihren Vermieter auf die zu niedrige Rückzahlung an und verlangen Sie das Geld, das Ihnen zusteht. Weil das Thema Nebenkostenabrechnung komplex ist, macht es Sinn, sich dabei unterstützen zu lassen.

3. Sonstige Kosten als Deckmantel

Manchmal listen Vermieter in der Abrechnung unter den sonstigen Kosten bemerkenswerte Dinge auf – zum Beispiel eine Dachrinnenreinigung oder einen teuren Pförtnerdienst. Fakt ist: Auch wenn diese Leistungen tatsächlich erbracht wurden, müssen Sie sie nur dann zahlen, wenn sie auch im Mietvertrag vermerkt sind. Wird eine derartige Dienstleistung neu eingeführt, kann der Vermieter sie also verbindlich in die Verträge neuer Mieter schreiben – die Verträge der Bestandsmieter bleiben davon jedoch unberührt.

Bestehen Sie also darauf, diese Kosten nicht zu tragen. Beratung und Unterstützung erhalten Sie bei LAWIO, Ihren Mietrechtsexperten.

4. Reparaturkosten als Wartungskosten getarnt

Reparaturkosten dürfen nicht in der Nebenkostenabrechnung auftauchen, denn das Gesetz verbietet es grundsätzlich, diese Aufwendungen auf Mieter umzulegen. Einige Vermieter versuchen es trotzdem – und zwar durch die Hintertür. Sie tarnen ihre Reparaturkosten dann als Wartungskosten. Nur: Wo ist eigentlich der Unterschied? Im Grunde ist die Sache ganz einfach: Wartungskosten fallen regelmäßig und ohne einen bestehenden Bedarf an, Reparaturen dagegen werden aus einem konkreten Anlass durchgeführt. Wenn Sie in der Abrechnung also Wartungskosten finden, die Ihnen seltsam vorkommen, sollten Sie tätig werden.

Weisen Sie Ihrem Vermieter darauf hin, dass Reparaturen vom Eigentümer zu zahlen sind. Hilfe erhalten Sie dabei vom LAWIO-Mietschutz.

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