Umlegbare Betriebskosten

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Umlegbare Betriebskosten

Nebenkostenerklärung – Das müssen Sie wissen
Die Nebenkostenabrechnung am Ende des Jahres kann Fluch oder Segen sein – je nachdem, ob Sie nachzahlen müssen oder Geld zurückbekommen. In jedem Fall sollten Sie die Angaben Ihres Vermieters gründlich prüfen: Denn nicht alles, was auf den ersten Blick wie Nebenkosten aussieht, darf dieser auch auf Sie umlegen. Was erlaubt ist und was nicht, regelt die offizielle Betriebskostenverordnung (BetrKV).

 

Betriebskosten – Das gehört dazu

Unter den Begriff Betriebskosten fallen alle Summen, die dem Eigentümer eines Hauses oder einer Wohnung durch sein Eigentum an dem vermieteten Objekt laufend entstehen. Darunter zählen sowohl Sach- und Arbeitsleistungen, die durch Unternehmen als auch vom Eigentümer selbst erbracht werden.

Nicht zu den Nebenkosten gehören hingegen Zeit und Aufwand für die Verwaltung von Mietobjekten – auch wenn dafür extra eine oder mehrere Arbeitskräfte eingestellt werden. Instandhaltungskosten, die der Vermieter aufgrund von Verschleiß, Alterung und Abnutzung tragen muss, kann er ebenfalls nicht auf die Mieter umlegen.

Die 17 Positionen der Betriebskostenabrechnung

Zur besseren Übersicht teilt die Betriebskostenverordnung die einzelnen Posten in 17 Positionen ein. Diese sollten in einer Nebenkostenabrechnung übersichtlich untereinander aufgeführt sein. So können Sie leichter vergleichen, ob die genannten Beträge realistisch sind. Auch Veränderungen zum Vorjahr lassen sich so leichter identifizieren und einordnen. Die 17 Positionen der Betriebskostenabrechnung sind:

1. Grundsteuer

Die Grundsteuer, auch Bodenzins genannt, ist eine Abgabe, die jeder Grundstücksbesitzer entrichten muss. Die Höhe richtet sich nach dem Wert des Grundstücks. Festgelegt wird die Grundsteuer von den Kommunen.

2. Wasserversorgung

Größter Posten in Sachen Wasserversorgung ist der eigene Wasserverbrauch. Hinzu kommt die von Wasserversorgern veranschlagte Grundgebühr aufgeteilt auf die Zahl der Mietparteien. Auch vom Vermieter gezahlte Miete für Wasserzähler und deren Eichung und Wartung können unter dem Posten Wasserversorgung abgerechnet werden, ebenso eine im Haus betriebene Wasseraufbereitungsanlage.

3. Entwässerung

Die meisten Wasserversorger veranschlagen einen festen Betrag für Entwässerungskosten. Dieser richtet sich nach der versiegelten Fläche auf dem Grundstück. Alternativ können auch die Kosten für eine private Entwässerungsanlage auf dem Grundstück über diese Position umgelegt werden.

4. Heizkosten

Vom jeweiligen Mieter verbrauchte Heizleistung plus die für Betrieb, Wartung und Versorgung nötigen Kosten aufgeteilt auf die Mietparteien.

5. Warmwasser

Warmwasser fällt nur an, wenn die hierfür entstehenden Kosten nicht bereits durch die Positionen 2 und 4 vollständig abgedeckt werden.

6. Verbundene Heizungs- und Warmwasserkosten

Kosten für Heizung und Warmwasser, insofern diese nicht einzeln über 2 und 4 oder 5 abgerechnet werden.

7. Aufzug

Diese Position fällt nur an, wenn das Mietobjekt über einen Aufzug verfügt. Dann kann der Vermieter Ausgaben für Überwachung, Wartung und Betrieb hier abrechnen.

8. Straßenreinigung und Müllgebühren

Hierunter fallen die Kosten für die Reinigung der anliegenden Gehsteige durch öffentliche Hand oder private Unternehmer. Übernehmen die Mietparteien dies selbst, entfällt diese Gebühr. Außerdem gehören zu dieser Position die Kosten zur Müllabfuhr und -beseitigung.

9. Gebäudereinigung

Sofern die Bewohner dies nicht selbst übernehmen, kann der Vermieter Kosten für das Säubern gemeinsam genutzter Räume wie Flure, Treppenhäuser, Keller, Waschräume und den Lift umlegen.

10. Gartenpflege

Alle Kosten, die für die Instandhaltung und Pflege von Zufahrten, Höfen und (Vor)Gärten anfallen.

11. Beleuchtung

Kosten für Außenbeleuchtung in Zufahrt, Hof und Garten sowie die Innenbeleuchtung im Treppenhaus und Gemeinschaftsräumen.

12. Schornsteinreinigung

Kann auch in Punkt 4 enthalten sein.

13. Sach- und Haftpflichtversicherung

Gebäudeversicherung, Elementarversicherung, Glasversicherung und Haftpflichtversicherungen für das Wohngebäude können auf den Mieter umgelegt werden.

14. Hausmeister

Die Kosten für einen Hausmeister können umgelegt werden, solange dieser keine Verwaltungs- und Instandhaltungsarbeiten ausführt. Natürlich kann es nicht doppelt abgerechnet werden, wenn sich der Hausmeister zum Beispiel um die Gartenpflege kümmert.

15. Fernsehanlage und Internetanschluss

Der Vermieter kann Kosten für den Betrieb einer Antennenanlage für Satellitenfernsehen und einen Anschluss ans Kabelnetz umlegen.

16. Waschküche

Wenn das Haus über eine von allen genutzte Waschküche verfügt, legt der Vermieter die hierfür entstehenden Kosten üer diese Position auf alle um.

17. Sonstige Betriebskosten

Die Abrechnung sonstiger Kosten ist nur erlaubt, wenn diese vorher im Mietvertrag genauer definiert wurden. Beispiele hierfür sind Kosten für die Wartung von Alarmanlagen oder Feuerlöschern.

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