Haben Sie Schimmel in der Wohnung?

Sowohl an Wänden, Decken, Böden als auch an Möbeln kann es zur Bildung von Schimmel kommen. Häufig liegt die Ursache der Bildung von Schimmelpilz an baulichen Gegebenheiten, der Vermieter ist dann zur Beseitigung des Schimmels verpflichtet.

 

Mietminderung für Schimmel prüfen

 

Welche Pflichten haben Mieter, wenn es in der Wohnung schimmelt?

Bewohner einer Mietwohnung sind in der Pflicht diese pfleglich zu behandeln und somit die Bildung von Schimmel möglichst du verhindern. Dazu zählt, dass regelmäßig gelüftet wird und keine für den Schimmel begünstigenden  Bedingungen geschafft werden.

Ist es zur Schimmelbildung gekommen (wobei zunächst unerheblich ist, ob die Schimmelbildung auf falsches Nutzungsverhalten des Mieters oder aber bauliche Mängel zurückzuführen ist), ist der Mieter in der Pflicht, dem Vermieter bzw. der Hausverwaltung von diesem Schaden zu berichten. Erfolgt eine solche Schadensanzeige nicht, können unter Umständen Schadensersatzansprüche gegen den Mieter entstehen, da sich der Schimmel weiter ausbreiten konnte, ohne dass der Vermieter die Möglichkeit hatte, diesen zu behandeln. Mit LAWIO kann die Schadensmeldung in wenigen Minuten erstellt werden.

Welche Rechte haben Mieter, wenn es in der Wohnung schimmelt?

Schimmelt es in der Mietwohnung, hat der Bewohner einen Anspruch am Mangelbeseitigung, sofern er das Auftreten des Schimmels nicht selbst verursacht hat. Der Vermieter bzw. die Hausverwaltung muss sich also dann um die Beseitigung des Schimmels kümmern. Art und Weise der Beseitigung des Schimmelpilzes ist dabei zunächst dem Vermieter überlassen.

Außerdem können Mieter einen Anspruch auf Mietminderung geltend machen, wenn trotz rechtzeitiger Schadensanzeige der unverschuldete Schimmel nicht beseitigt wird. Die Mietminderung soll zum einen der geminderten Wohnqualität Rechnung tragen und zum anderen eine Art „Druckmittel“ für die schnelle Beseitigung des Schimmels sein.

Kommt es trotz Aufforderung zur Schimmelbeseitigung und gegebenenfalls angekündigten bzw. durchgesetzten Mietminderungen nicht zu einer Schadensbeseitigung und muss der Mieter deshalb selbst eine Schimmelbeseitigung vornehmen, steht ihm außerdem ein Aufwendungsersatz zu.

 

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Wieso entsteht Schimmel?

Der häufigste Schadensfall in Mietwohnungen ist Schimmel an Decken, Boden, Wänden oder Möbelstücken. Er entsteht immer dort, wo sich zu viel Feuchtigkeit ansammelt und keine Trocknungsmöglichkeit vorhanden ist. Er kann sowohl Folge eines Wasserschadens oder Rohrbruches sein, als auch durch eine ungünstige Lüftungssituation (z.B. ein Bad ohne Fenster) entstehen. Der Grund für die Bildung von Schimmel kann aber auch an der Bausubstanz selbst liegen. Denn nicht selten ist die Schimmelbildung auf bauliche Mängel zurückzuführen.

Was bedeutet Schimmel aufgrund baulicher Mängel?

Unter Umständen kann die Bausubstanz die Ursache für die Schimmelpilzbildung sein. Ist zum Beispiel keine ausreichende Wärmedämmung untergebracht, kann es zu einer erhöhten Feuchtigkeitsbildung an den Wandoberflächen kommen, dies fördert den Wachstum des Schimmels. Der Nährboden für Schimmel ist dann ideal, weswegen er sich problemlos ausbreiten kann. Da der Mieter bei Schimmel aufgrund baulicher Mängel keinerlei Einfluss auf dessen Bildung hat, steht ihm grundsätzlich neben dem Beseitigungsanspruch auch ein Recht auf Mietminderung zu.

 

Schimmel: Gesundheitliche Aspekte

Es sind über hunderttausend Arten von Schimmelpilz bekannt. Manche sind ungefährlich, manche jedoch gesundheitsgefährdend. Zu den gesundheitsgefährdenden Arten gehören einige der Schwarzschimmelarten, die häufig an Wänden aufzufinden sind. Auch Rot- oder Grünschimmelarten gehören zu den gesundheitsgefährdenden Schimmelpilzen. Neben den gut sichtbaren Schimmelflecken in schwarz, rot oder grün gibt es jedoch auch Schimmelarten, die für uns nicht sichtbar sind und dennoch eine Gesundheitsgefahr bergen. Solche können nur durch Analysen der Raumluft oder Materialproben nachgewiesen werden.

Es ist von Mensch zu Mensch verschieden, wie auf den Schimmel reagiert wird. Selten löst Schimmel eine allergische Reaktion aus. Zwar sind wir es gewohnt, Schimmelsporen in geringen Mengen tagtäglich um uns zu haben (da Schimmelsporen in der Luft nicht vermeidbar sind), eine hohe Konzentration derselben, z.B. durch einen Fleck an der Wand, kann jedoch zu Gesundheitsrisiken führen. 

 

Wie kann die Bildung von Schimmel verhindert werden?

Das Beste, was Bewohner tun können, um Schimmelbildung vorzubeugen, ist es, den Feuchtigkeitsgehalt der Innenluft möglichst gering zu halten. Sofern keine baulichen Mängel vorliegen, kann die Bildung von Schimmel somit durch ausreichendes und korrektes Lüften verhindert werden. Wichtig ist es, dass es zu einem regelmäßigen Luftaustausch in den Räumen kommt, sodass die Luft nicht „alt“ wird. Zur Verhinderung von Schimmel sollte zudem beachtet werden, dass nach dem Kochen, Baden oder Duschen zusätzlich gelüftet wird, da diese Tätigkeiten viel Feuchtigkeit produzieren.